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Angeln aus Leidenschaft

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Angler beim ASV
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    Angeln

    Unter Angeln oder Sportfischen versteht man die Ausübung der Fischerei mit einer Handangel. Die Angel besteht im einfachsten Fall nur aus Angelschnur und Angelhaken, im Allgemeinen jedoch noch aus der Angelrute, der Angelrolle zum Aufrollen der Schnur und dem sogenannten Vorfach, einer Schnur zwischen Hauptschnur und Haken, die in der Regel dünner ist als die Hauptschnur. Als Bindeglied zwischen Hauptschnur und Vorfach werden bei den meisten Angelmethoden Wirbel eingesetzt.

    Ansitzangeln

    Sammelbegriff für alle stationär ausgeführten Angelmethoden, wie beispielsweise das Grundangeln und das Posenfischen. Im Gegensatz zum Spinn- oder Fliegenfischen, bei dem der Angler ständig in Bewegung ist und den Fisch auf weiten Gewässerstrecken aktiv sucht, wartet der Ansitzangler an dem einmal gewählten Platz auf seine Beute. Um ein wenig nachzuhelfen, füttern die meisten Ansitzangler ihre Stelle an. Faustregel: Beim Ansitzangeln kommt der Fisch zum Köder, beim Spinn- und Fliegenfischen ist es umgekehrt.

    Angelrolle

    Die Angelrolle ist ein Schnurdepot, das die Angelschnur für den Wurf frei gibt, versehen mit einer Kurbel, die mittels Übersetzung ein kontrolliertes Einholen der Schnur ermöglicht.

    Da die vorgehaltene Angelschnur auch als Reserve dient, um einem stark kämpfenden Fisch während des Drills eine begrenzte Flucht zu ermöglichen, bis er ermüdet, befindet sich an der Angelrolle eine einstellbare Bremse, die die Schnur freigibt, wenn ihre Belastungsgrenze erreicht wird.

    Angelrute

    Die Angelrute ist ein Gerät, mit dem der Aktionsradius beim Angeln erweitert und der Fischfang erleichtert wird. Eine Angelrute hat die Aufgabe, das Positionieren des Angelhakens mit Köder an der Angelschnur zu erleichtern, den Anhieb (Haken des Fisches) sicher zu setzen und den Fisch schnell und waidgerecht zu drillen (den Fisch ermüden) um ihn dann sicher zu landen.

    Aalglocke

    Die Aalglocke signalisiert beim Angeln das Anbeißen eines Fisches. Sie ist also eine Variante der diversen Bissanzeiger.

    Die Aalglocke ist ein kleines Glöckchen, das auf die Spitze der Angelrute geschraubt, geklemmt oder eingehängt wird. Eine Spiralfeder zwischen Aalglocke und Rute dämpft Luftbewegungen.

    Für den Gebrauch muss man die Rute möglichst in einem Winkel von 90° zur Angelschnur aufstellen und die Angelschnur straffen. Zieht nun ein Fisch an der Schnur, kommt es meist zu einem Rucken in der Rutenspitze, so dass das Glöckchen klingelt und den Angler alarmiert.

    Dieser Bissanzeiger wird bei vielen Angelmethoden und nicht nur beim Angeln auf Aal eingesetzt. Die Bezeichnung Aalglocke hat sich eingebürgert, weil besonders auf den Aal häufig bei Nacht geangelt wird, mithin ein akustischer Bissanzeiger besonders wichtig ist.

    Bait

    Bait ist die englische Bezeichnung für das deutsche Wort Köder. Das Fremdwort wird vor allem in der modernen Karpfenangelei (auch Carphunting genannt) gebraucht und beschreibt alle Arten von Ködern, die dort zum Einsatz kommen. Es sind sowohl Hakenköder (Hookbait) als auch das lose Futter, z. B. Groundbait (Grundfutter), Partikel, Pellets usw. zum Anfüttern der Karpfen.

    Boilie

    Ein Boilie (Kunstwort vom englischen to boil = „kochen“) ist ein spezieller Köder zum Karpfenangeln und dafür zurzeit einer der beliebtesten Köder. Boilies wurden gegen Ende der 1960er Jahre von dem Engländer Fred Wilton entwickelt. Auf der von ihm entwickelten HNV-Theorie (High Nutrient Value = Hoher Nährwert) basierend, entwickelte er einen Köder, der dem Karpfen alle zur Ernährung notwendigen Stoffe bieten sollte. Heute bestehen Boilierezepturen aus verschiedenen pflanzlichen und tierischen Mehlen sowie weiteren Additiven wie Aromen oder Farbstoffen.

    Boilies sind Köder, die gekocht werden und dadurch, je nach verwendeten Zutaten, zäh bis sehr hart werden. Darum lösen sie sich unter Wasser kaum auf und können fast nur von Karpfen und einigen anderen Karpfenartigen gefressen werden. Somit ist sehr selektives Angeln möglich. Mittels Variation der Größe (etwa von Murmel bis Golfball) kann der Beifang und der Fang kleiner Karpfen oft noch weiter reduziert werden.

    Da ein Boilie praktisch nicht, so wie bei anderen Ködern üblich, über den Haken geschoben werden kann, wird er in der Regel seitlich an einem am Hakenschenkel angebrachten sogenannten Haar befestigt. Das Haar ist eine dünne und möglichst unauffällige monofile oder geflochtene Schnur.

    Brandungsangeln

    Brandungsangeln erfolgt vom Strand, einer Seebrücke oder von der Klippe aus. Dabei wird mit relativ schweren Gewichten (typisch sind 100–250 g) gearbeitet. Der Köder wird möglichst weit ausgeworfen, oft über 100 m weit. Die Rutenlängen betragen oftmals mehr als 4 m. Zur Steigerung der Wurfweite finden spezielle Weitwurfvorfächer Verwendung. Diese dienen hauptsächlich zur Reduzierung des Luftwiderstandes und zur Stabilisierung des Vorfaches. Da die Fliehkräfte beim Wurf so groß werden können, dass die Angelschnur überlastet wird und reißen kann, werden sogenannte Schlagschnüre mit erhöhter Festigkeit in doppelter bis dreifacher Rutenlänge als Vorschnur genutzt. Typische Zielfische in Deutschland sind Vertreter der Dorsche (insbesondere der Kabeljau/Dorsch und der Wittling) und die diversen Plattfische. Als Beifang werden aber auch Aale und Aalmuttern gefangen.

    Bissanzeiger

    Bissanzeiger dienen beim Angeln dazu, das Anbeißen eines Fisches zu signalisieren.

    Bei Angelmethoden ohne Schwimmer und insbesondere beim Nachtangeln sind Bissanzeiger unerlässlich, da sowohl aus angeltaktischen Gründen als auch unter dem Gesichtspunkt des Tierschutzes ein unbemerkter Anbiss vermieden werden soll. Zu diesem Zweck werden akustische (die sogenannte Aalglocke) und optische (Knicklichter) Anzeiger auf die Spitze der Angelrute gesetzt. Voraussetzung für ein deutliches Signal beim Anbiss ist eine straff geführte Angelschnur. Siehe auch: Schwingspitze

    Elektronische Bissanzeiger überwachen den Schnurabzug. Ein Flügelrad unterbricht bei Schnurabzug eine Lichtschranke, woraufhin ein akustisches und/oder optisches Signal erzeugt wird. Durch die Verwendung von 2- oder 4-flügeligen Rädern kann bei manchen elektronischen Bissanzeigern auch noch die Sensibilität eingestellt werden. Dies ist vor allem an fließenden Gewässern oder bei starkem Wind sinnvoll.

    Eine andere Bauart elektronischer Bissanzeiger arbeitet mit einem Magneträdchen, welches durch seinen Impuls ein Signal auslöst.

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